Die Haustürklingel an der Wand, der Mädchenbusen in der Hand …

Johann Wolfgang von Goethe befand sich in vornehmer Gesellschaft und wurde vom Sohn der Gastgeber wie folgt angesprochen:

„Hochverehrter Herr Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterfürst sind, möchte ich Ihnen dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei Wörter sagen kann, aus denen selbst Sie keinen Reim machen können.“ Goethe antwortete: “ Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie mir die zwei Wörter.“

Der junge Mann antwortete: „Die zwei Wörter sind HAUSTÜRKLINGEL und MÄDCHENBUSEN.“

Nachdem Goethe sich einige Minuten zurückgezogen hatte, lieferte als Beweis dafür, dass er tatsächlich Deutschlands Dichterfürst sei, das folgende Gedicht:

Die Haustürklingel an der Wand,
der Mädchenbusen in der Hand
sind beides Dinge wohl artverwandt.
Denn, wenn man beide leis‘ berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht …

Johann Wolfgang von Goethe (zumindest wird es ihm immer wieder „angedichtet“). Ob ein solches Gedicht nun wirklich von ihm ist?

Zeige deinen Freunden diesen Spruch!

7 Gedanken zu “Die Haustürklingel an der Wand, der Mädchenbusen in der Hand …”

  1. Da kann man sehen wie der Goethe dachte über seine Flöte.
    Auch alte Griechen wollten schmusen und sehnten sich nach Mädchenbusen.
    Schau ich zurück in meine Jugend, da brach ich ein bei mancher Tugend.
    Mein Blick sah ständig schöne Blusen,
    unter denen wippten Busen.
    Heut kenn ich keine solchen Nöte,
    wie einst der Dichtermeister Goethe.

  2. Im gross geschriebenen Text steht das Wort „wohl artverwandt“; damit wird das Versmass nicht beachtet; richtig muss es heissen „wohlverwandt“; das „art“ ist überflüssig.

  3. Lieber Troll, ob Göthe oder ein „Zulieferer“.
    Auch im Porsche sind Teile von Fremdfirmen.
    Und solange nicht eine Frau zu ihrem Mann sagt: „Du , Liebling, da hat ein Herr Göthe das Gedicht dass Du mir vor 40 Jahren zur Verlobung schriebst unter seinem Namen veröffentlicht.“ >>>..have a nice day..<<<

  4. Ich kenne es so aus dem Temmler Kalender:

    Maedchenbrust in Maennerhand
    und Klingel in der Haeuserwand
    sind sich beide artverwand:
    Wenn man leis nur daran ruehrt
    man im Innern sogleich spuert
    dass unten muss wohl einer stehn
    der dort wuenscht hinein zu gehn

  5. Beide Fassungen oben hätte Goethe nie geschrieben, da sie keine geschmeidigen Reime sind sondern eher nach dem Motto „reim dich oder ich fress dich“ wohl aus der Erinnerung zitiert wurden. Folgende Fassung scheint mir eher von Goethe zu stammen:
    Der Mädchenbusen in der Hand,
    Die Haustürglocke an der Wand,
    Zwei Dinge sind’s die nah verwandt.
    Denn wenn man leise sie berührt,
    Man oben, innen deutlich spürt,
    Dass unten, draußen einer steht,
    Der sehnsuchtsvoll um Einlass fleht.

Schreibe einen Kommentar